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---- Solange es Menschen gibt, die denken, dass Tiere nichts fühlen,

müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken ----

 

 

 

Herzlich willkommen auf meiner Homepage!

Wenn Ihr Euch auf meine HP verirrt habt,

wäre es schön,

wenn Ihr eine Nachricht im Gästebuch hinterlassen würdet!!!

Tut auch nicht weh, versprochen!!!!!

( Hintergrundmusik von Dr.Arnd Stein, siehe Link )

 

 

Mein Name ist Gaby Grabowski, ich bin Tiertherapeutin und Hundetrainerin. Auf dem Foto ist meine Hündin Baghira vom Tetzelstein. Mit ihr verlief mein Leben in eine ganz andere Richtung. Eine Richtung die ich niemals für möglich gehalten hätte.

Ich hatte immer schon Hunde, allerdings waren es niemals große Hunde.

Vor großen Hunden hatte ich nämlich mächtigen Respekt. Also hatte ich zu Glanzzeiten 4 kleine Hunde. Irgendwie scheine ich einiges richtig gemacht zu haben, denn sie vertrugen sich alle relativ gut. Als ich dann im Jahre 2002 eine meiner kleinen Hündinnen einschläfern musste, stand für mich eigentlich fest, dass ich mit den verbliebenen 3 Hunden noch genug zu tun hätte.

Bis zu jenem verhängnisvollen Tag!!!!

In unserer Tageszeitung stand ein Artikel über weiße Schäferhunde. Ich war einfach begeistert von dieser Rasse. Nicht weit von uns entfernt lebte ein Züchter dieser Rasse. Nun musste ich nur noch meinen Mann davon überzeugen. Das war allerdings gar nicht so schwierig wie ich zuerst vermutete. Anschließend setzte ich mich mit besagtem Züchter in Verbindung und fragte an, ob  schon alle erwarteten Welpen vermittelt waren. Zu unserm Glück war dies nicht der Fall und unsere Aussichten auf einen kleinen Eisbär waren gut. Ende September 2002 kam die kleine Rasselbande zur Welt. Wir sahen uns dann im Oktober die kleine  Meute an. Zuerst war ich ja sehr erschrocken von der Größe der Elterntiere.

Mein erster Gedanke war - mein Gott, hoffentlich übernimmst du dich damit nicht - !!!!!

Per Telefon hatten wir schon eine Wahl getroffen, nämlich die kleinste und ruhigste Hündin zu nehmen.  Tja, was soll ich sagen, es war wirklich die kleinste und ruhigste Hündin und fiel mir im ersten Moment auch gar nicht wirklich auf. Alle anderen Welpen drängelten sich um unsere Beine, nur unsere Kleine nicht. Die Züchterin machte uns erst darauf aufmerksam.

So nahm das Schicksal seinen Lauf. Baghira, wie sie heißen sollte, kam Ende November in unsere Familie.

Baghira vom Tetzelstein

4 Wochen

Das war sie nun!!!!!  Der kleine Racker!!!! Sie brachte am Anfang unser ganzes Familienleben durcheinander. Ständig war sie dabei meine kleinen Rentner (12-14Jahre) zu jagen. Viel Ruhe gab es in dieser Zeit nicht, denn die vielen Flausen die sie im Kopf hatte waren schon enorm. Unsere Ruhe war von nun an dahin!!!!!

 

 

 

 

Baghira mit 9,5 Wochen,

hier zog sie gerade in unsere Familie um und sah noch etwas betreten in die Welt.

                                      Sie wog mit ihren knapp 9kg schon mehr als unsere kleine Dina

 

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  Mein Werdegang !!!

 

 

Die Suche nach einer vernünftigen Hundeschule, war am Anfang schwieriger, als ich erwartet hatte. Meine erste Wahl fiel natürlich auf unsere Hundeschule bei uns hier im Ort. Nur leider musste ich mir sagen lassen, dass sie solch ein abartiges Tier in ihrem Verein nicht aufnehmen würden.

 

Über diese Äußerung war ich mehr als entsetzt. Mir wurde gesagt, dass der weiße Schäferhund ein Albino sei und Verhaltensgestört wäre. Deshalb würde man so ein abartiges Tier nicht im SV aufnehmen. Natürlich konnte ich mich nun nicht mehr bremsen und wurde etwas böse. Ich habe dagegen gesetzt, dass ich es abartig finde, solch tiefer gelegten Schäferhunde zu züchten, die aussehen würden, als würden sie sich vor Angst in die Hosen machen. Allerdings hatte ich es nicht so vornehm ausgedrückt.

Außerdem bleibt die Gesundheit der Tiere bei diesen Züchtungen doch sehr auf der Strecke.

 

Nach einigem Suchen fand ich doch noch eine Hundeschule. Natürlich merkte ich nun, wie viel Ahnung ich von Hundeerziehung hatte. Nämlich gar keine!!!!  Mir machte es sehr viel Spaß mit meinem Hund zusammen zu lernen. Im Laufe der Zeit äußerte ich mal, dass ich auch Spaß daran finden würde Hundetrainerin zu werden.

 

Kaum hatte ich es ausgesprochen, stand ich auch schon hinter einer Trainerin und lernte, Hunde und ihre Halter zu erziehen. Sehr viele Seminare besuchte ich im Laufe der nächsten Jahre.

Sie machten mich zu dem, was ich heute bin. Tiertherapeutin mit Diplom und Hundetrainerin. Ich habe somit mein Hobby zum Beruf gemacht. Aber eigentlich ist es für mich eher eine Berufung.

 

Meine Seminare in tabellarischer Reihenfolge:

März 1999 - 1.Hilfe am Hund

Sept.2004 - Calming Signals mit Turid Rugaas und Clarissa von Reinhardt

Jan. 2005 - Beginn meines Studiums zur Tiertherapeutin

Aug. 2005 - 1.Teil, Einführung in die Praxis der Therapie abgeschlossen

Nov. 2005 - 2.Teil, Verhaltensstörungen bei Tieren abgeschlossen

Nov. 2005 - Trainer Prüfung abgelegt

Jan. 2006 - 3.Teil, Verhaltenstherapie bei Tieren abgeschlossen

Jan. 2006 - Beginn der Diplomarbeit

April 2006 - Diplomarbeit beendet und eingeschickt

Juni 2006 - Ausbildung zur Tiertherapeutin mit Diplomarbeit und Urkunde erfolgreich abgeschlossen

Juni 2006 - Problemhundeseminar bei Hundewelten in Münster mit Mirco Tomasini

Feb. 2007 - Workshop und Abendvortrag mit Hans Schlegel

März 2007 - 1.Hilfe am Hund

Mai   2007 - 2 Seminare mit Hans Schlegel - der schwierige Hund und das therapeutische Kreislongieren

Sept.2007 - übernahme einer DOGGY - AG an einer IGS - Kinder lernen den vernünftigen Umgang mit Hunden

Sept.2008 - Seminar bei Hans Schlegel

Feb. 2009 - übernahme einer 2. DOGGY - AG an einer Ganztagsschule

Okt.  2009 - Veröffentlichung meines ersten Buches

                      Mein Hund - ein Raubtier?

                      Ein Ratgeber (nicht nur) für Kinder und Jugendliche

                      von Siggi G. ISBN 9 783839 124703

                      zu bestellen in jeder Buchhandlung

 

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 Mein erstes Buch

 

 

Was hat mich veranlasst, ein Buch über Hundeerziehung zu schreiben, wo doch schon so viele auf dem

Markt sind?

Diese Frage ist eigentlich schnell zu beantworten. Es sind die vielen Beißvorfälle und die schlechte Lobby des

Hundes. Außerdem habe ich im Laufe der letzten Jahre immer wieder erfahren müssen, wie uneinsichtig

die meisten Hundehalter mit Problemhunden doch sind. Ist ein Hund auffällig, wird nicht selten dafür die

Schuld dem Hund zugeschoben.

Ziemlich einfach, die Verantwortung jemanden zuzuschieben, der daran völlig unschuldig ist.

Denn kein Hund kommt böse oder aggressiv auf die Welt. Er wird erst durch Menschenhand so gemacht.

Dabei spielt die starke Vermenschlichung ebenso eine Rolle, wie zu viel Härte in der Hundeerziehung.

Allerdings ist die Inkonsequenz des Hundehalters das allergrößte Problem.

Nur leider sind die meisten Hundehalter von einer vernünftigen Hundeerziehung noch Meilenweit entfernt.

Ich habe auch festgestellt, dass einige Hundehalter eine sehr gute Einstellung zum Hund und eine gute Vorstellung einer Erziehung haben, nur  nicht wissen, wie sie es umsetzen und erreichen sollen.

In vielen Hundeschulen kommen leider immer wieder so lapidar dahin gesagte Sätze wie:

Setzt dich bei deinem Hund durch,  zeig wer das Sagen hat   oder   lass dir das nicht bieten!!!!!!

Diese Sätze bringen einen Hundehalter völlig an den Rand des Wahnsinns, denn,  was bitte schön,

soll man machen?????

Ich habe es genau so erlebt!!! Meine Nachfrage, was soll ich denn tun, wurde immer mit diesen

Sätzen beantwortet. Genau diese Aussagen veranlassten mich dazu, selber die Initiative zu ergreifen und mich Fort  -  und Weiterzubilden.

Als ich dann den ein oder anderen KUNDEN hatte, hörte ich immer wieder, dass sie genau solche Sätze

auch in ihren Schulen zu hören bekamen. Schlimm ist es auch, wenn der Hund ständig mit

Leckerchen vollgestopft wird. Oftmals in den unpassendsten Momenten, so, dass der Hund eine völlig

falsche Verknüpfung herstellt. Dann muss sich der Mensch nicht wundern, wenn es beim nächsten Mal

wieder nicht klappt.

Leider wird auch viel zu selten direkt auf den Hund und sein Wesen eingegangen. All das habe ich

versucht in meinem Buch zum Ausdruck zu bringen. Wenn ich nur einige Menschen zum Nachdenken

oder gar zum Umdenken bewege, habe ich viel gewonnen.

 

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  Wichtige Sätze, die bei einer Hundeerziehung berücksichtigt werden sollten

 

  1. Der Hund lebt in der Hierarchie, der Mensch in einer Demokratie. Das sind leider zwei

       verschiedene Lebensformen.

  2. Wer die Hierarchie in der Hundeerziehung nicht beachtet, handelt grob fahrlässig

      seinen Mitmenschen und auch seinem Hund gegenüber.

  3. Am Verhalten des Hundes erkennt man die Erziehungsmethoden des Menschen.

  4. Ein Hund macht aus seiner Sicht niemals einen Fehler, denn er KANN keine Fehler machen.

      Er handelt nach dem Prinzip - Situation = Reaktion-.

  5. Der Mensch hingegen handelt nach dem Prinzip - Situation = Überlegen = Handeln -.

  6. Die Konsequenz, Ruhe und Souveränität in der Hundeerziehung ist das A und O.

  7. Schreien, Gewalt und Härte schaden in der Hundeerziehung enorm.

  8. Der Hund wartet nur auf die Inkonsequenz des Menschen, um diese dann

      konsequent auszunutzen.

  9. Der Hund ist in der Lage, seine Menschen zu manipulieren.

10. Der Hund ist ein Tier, das überwiegend durch Triebe gesteuert wird.

11. Dem Hund so viel Zuneigung wie möglich geben und so viel Strenge wie nötig.

12. Der Hund ist ein triebgesteuertes, domestiziertes Raubtier.

13. Der Mensch sollte agieren und der Hund reagieren, aber leider ist es meistens umgekehrt.

14. Egal was der Hund tut, er handelt immer Erfolgsorientiert.

 

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Werden diese Sätze beherzigt und wird auch danach gehandelt, kann eigentlich nicht viel in einer Hundeerziehung schief gehen. Immer daran denken, die ultimative Hundeerziehung gibt es nicht. Viele Wege führen nach Rom, so auch in der Hundeerziehung.

Der Mensch muss sich nur bewusst werden, dass er ein Raubtier hat. Zwar ein domestiziertes, aber trotzdem immer noch ein Raubtier. Auch wenn kein Tier in der Lage ist, sich so anzupassen, wie der Hund, sind die Erbanlagen des Wolfs bei unseren Hunden immer noch vorhanden. Je nach Rasse mal mehr oder weniger, aber sie sind da.

Oft besitzt der Hund nur eine Darseinsberechtigung und fristet sein Leben ohne etwas tun zu dürfen oder lebt im Zwinger. So ein Leben führen zu müssen ist einfach ein erbärmliches Verhalten vom Menschen. Der Hund ist ein sehr soziales Rudeltier. Das Wort Rudeltier sagt doch eigentlich alles. Er muss in einem Rudel leben. Das bedeutet, er ist nicht für die Einzelhaltung im Zwinger geboren. Für mich ist das eine Art Tierquälerei!!!!!

Er ist nun mal ein Tier und hat auch gewisse Bedürfnisse. Er darf auch kein Kinderersatz, Partnerersatz oder Statussymbol sein. Leider vergessen die meisten Menschen dies und wenn dann wieder ein Beißvorfall geschehen ist, werden in Null Komma nichts neue Verordnungen aus dem Boden gestampft, die weder Hand noch Fuß haben.

Der Mensch ( Hundehalter )  alleine ist es, der an diesen Situationen etwas ändern kann und muss. Nur leider sind die meisten Hundehalter noch weit davon entfernt, sich zu ändern. Die starke Vermenschlichung, Inkonsequenz oder zu viel Härte in der Hundeerziehung tragen dazu bei, dass sich nichts ändern kann. Der goldene Mittelweg wäre genau richtig.

Wenn  der Mensch sich auf das Wesen Hund einlassen könnte und nicht erwartet, dass der Hund sich in unserer Welt zurecht findet, dann ist schon viel gewonnen. Der Hund lebt nun mal in einer Hierarchie, das bedeutet einfach Rangordnung.

Ist der Mensch in der Lage, seinem Hund einen Platz im Rudel zu zu weisen, nämlich das letzte Glied in der Kette, dann ist schon viel gewonnen. Oftmals ist es aber nicht der Fall. Der Hund bekommt einen Stellenwert, der ihm nicht zusteht.

Treten dann Verhaltensprobleme auf, ist das Geschrei groß. Hat der Hund einen festen Platz im Rudel, ist der Rudelführer ruhig, souverän, konsequent und zeigt dabei noch ganz viel Zuneigung zum Hund, ist viel gewonnen.

Nur eine stabile Rangordnung, Ruhe, Souveränität, Konsequenz und Zuneigung gewährleisten dem Hund eine Sicherheit im Rudel, die er für sein Leben braucht.

Hat er all das nicht, werden über kurz oder lang Verhaltensprobleme  auftreten.